IVM Performance September 2026

Austausch in Bayern

Zum Thema Führerscheinreform und die Fahrerlaubnis B196 konnte sich der IVM Anfang des Monats mit dem in Bayern für solche Themen zuständigen Innenministerium in München austauschen. Für die Unterredung nahmen sich Regierungsdirektor Steffen Miethig und die in seinem Referat C14 für Führerscheinfragen zuständige Mitarbeiterin Theresa Guggemos gut über eine Stunde Zeit. IVM-Hauptgeschäftsführer Uwe Seitz ordnete in dem Gespräch die Unfallzahlen rund um B196 im Zusammenhang mit der enormen Bestandszunahme und dem Gesamtzeitraum bis Ende 2025 entsprechend ein.

Austausch in Bayern 2026

Hintergrund: Bayern hat den Vorsitz in der Landesverkehrsministerkonferenz, die sich bezüglich einer Entscheidung zur Einführung einer Prüfung für B196 im Frühjahr vertagte. „Wir konnten in München deutlich machen, dass die in einem direkten Vergleich der Jahre 2019 und 2022 isoliert betrachtete Zahl der Steigerung schwer verunfallter 125er-Fahrenden von über 50 Prozent ohne Berücksichtigung des massiven Anstiegs des Bestandes und weiterer besonderer Umstände keine Aussagekraft zum Fahrkönnen und der Verkehrssicherheit rund um den B196 hat“, sagte Uwe Seitz über das Gespräch. „Die Unfallzahlen sind bis 2025 trotz eines Bestandes von nun über 350.000 Fahrzeugen sogar deutlich zurückgegangen.“

 

Seitz stellte in diesem Termin auch die Überlegung des IVM vor, statt dreier Fahrprüfungen zum Erwerb des A1 über A2 bis A lieber auf Trainings zu setzen, um die Unfallzahlen von Motorrad- und Roller-Fahrern weiter zu senken. „In der Diskussion um die Führerscheinreform kommen motorisierte Zweiräder viel zu wenig vor. Wir haben aber genau in diesem Segment die große Chance, nicht nur die Kosten bei der Ausbildung zu senken und den Zugang zu individueller Mobilität damit deutlich zu vereinfachen, sondern gleichzeitig aus den Fahrerinnen und Fahrern bessere Motorradfahrende zu machen. Die Verkehrssicherheit muss ganz oben stehen, da sind wir uns mit dem bayrischen Innenministerium völlig einig, aber das dreimalige Abprüfen des quasi gleichen Inhalts, ohne das Fahrkönnen dabei zu verbessern, bringt uns der Vison Zero keinen Schritt näher“, so Seitz.

 

Am Ende des Austausches übergab der IVM-Hauptgeschäftsführer Herrn Miethig und Frau Guggemos die IVM-Positionspapiere „B196“ und „Führerscheinreform“ mit allen Daten und Fakten dazu.

IVM-Hauptgeschäftsführer Uwe Seitz (rechts) traf sich mit Regierungsdirektor Steffen Miethig (Mitte) und der im Referat C14 für Führerscheinfragen zuständigen Mitarbeiterin Theresa Guggemos zum Gespräch im Innenministerium in München.