IVM Performance Juni 2026

Unfallzahlen „Motorrad“ und „B196“

Die vorläufigen Verunglücktenzahlen derjenigen, die mit einem amtlich zugelassenen Kraftrad unterwegs waren, also unter anderem mit Leichtkrafträdern, Motorrädern und Kraftrollern, liegen vor. Über sieben Prozent weniger getötete Fahrerinnen und Fahrer weist das Statistische Bundesamt (DESTATIS) für das Jahr 2025 für die Gruppe der „Motorräder“ im Vergleich zu 2024 aus. Auch bei den Schwerverletzten in diesem Bereich sank die Zahl im Vorjahresvergleich um über fünf Prozent. Diese Tendenz setzt sich auch für die Gruppe „B196“ weiter fort.

Bei B196 handelt es sich um die Eintragung einer Schlüsselzahl beim Pkw-Führerschein. Seit 2020 dürfen somit Leichtkrafträder („125er“) unter bestimmten Voraussetzungen mit dem Pkw-Führerschein gefahren werden. Über 350.000 Personen haben sich für diese Form der flexiblen Alltagsmobilität bereits entschieden.

Entgegen der Meinung von Kritikern, die vor der Einführung der Führerscheinerweiterung B196 vor explodierenden Unfallzahlen warnten, lässt sich auch im 6. Jahr des Führerscheinmodells kein negativer Einfluss auf die Verunglücktenzahlen feststellen, besonders mit Blick auf die enorm wachsende Nutzergruppe. In der relevanten Altersgruppe der 25- bis 57-Jährigen sank die Zahl der Verunglückten um 3 Prozent gegenüber 2024. Der überwiegende Teil der Verunfallten (80 Prozent oder 1.352 Personen) dieser Altersgruppe kommt 2025 mit leichten Verletzungen davon. Schwer verletzten sich 331 Personen. Auch diese beiden Bereiche sind im Vergleich zum Vorjahr rückläufig (Leichtverletzte: -2,6%; Schwerverletzte: -4,9%). Die Zahl der Getöteten der B196-Gruppe blieb hingegen auf demselben Niveau wie im letzten Jahr (12 Getötete).

Dass die Verunglücktenzahlen besonders im Hinblick auf durchschnittlich 59.000 neu erteilte B196-Lizenzen jährlich stabil bleiben, spricht für den Erfolg des Modells.